Aktuelle Themen
Langfristiger Temperaturanstieg durch den Klimawandel
10.09.2026
Die Temperaturen steigen im Zuge des menschengemachten Klimawandels langfristig an. Dadurch nimmt auch die Anzahl an sogenannten Hitzetagen und Tropennächten zu, wobei es hier regional starke Unterschiede gibt. Die Auswirkungen sind dabei besonders für vulnerable Gruppen spürbar.
Etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt in Gemeinden mit höchstens 10.000 Einwohner:innen
13.08.2026
Mit Stichtag 01.01.2026 lebten österreichweit 4,7 Mio. Menschen in Gemeinden mit höchstens 10.000 Einwohner:innen. Das entspricht mehr als der Hälfte der Gesamtbevölkerung (51,2%). Damit prägt die kleinteilige Gemeindestruktur nach wie vor das räumliche und administrative Gefüge Österreich. Nur die Bundeshauptstadt Wien erreicht in Österreich den Status einer Millionenstadt, mit Stand 01.01.2026 lag die Bevölkerungszahl bei mehr als 2,0 Mio. Einwohner:innen. Im Burgenland, dessen Gesamtbevölkerung etwa der steirischen Landeshauptstadt Graz entspricht, leben 94,6% der Bevölkerung in Gemeinden mit höchstens 10.000 Einwohner:innen.
Die Bevölkerungsstruktur in Österreich ist durch den demografischen Alterungsprozess gekennzeichnet
30.07.2026
Am 1. Jänner 2026 lebten etwas mehr als 9,2 Millionen Menschen in Österreich, davon mehr als 2 Millionen in Wien. Das Verhältnis zwischen Frauen und Männern ist insgesamt weitgehend ausgewogen. Durch die Alterung der Gesellschaft verändert sich die Bevölkerungsstruktur spürbar. Der wichtigste Treiber des aktuellen Bevölkerungswachstums bleibt die Zuwanderung. Der Anteil ausländischer Staatsangehöriger an der Gesamtbevölkerung liegt mittlerweile bei etwa einem Fünftel, wobei es starke regionale Unterschiede gibt. Diese regionalen Disparitäten zeigen sich nicht nur in der Bevölkerungsstruktur, sondern auch in den unterschiedlichen Herausforderungen für Städte, Umlandgemeinden und peripheren Regionen.
Leichtes Wachstum durch Zuwanderung, vor allem in Wien
30.07.2026
Auch im Jahr 2026 verzeichnete Österreich ein leichtes Bevölkerungswachstum. Am ausgeprägtesten zeigt sich dieses in der Bundeshauptstadt Wien, wo die Dynamik stark von Zuwanderung getrieben ist. Generell wachsen Stadtregionen und ihr Umland am stärksten. Diese regional heterogenen Entwicklungen stellen die Gemeinden vor komplexe Aufgaben: Manche stehen unter erheblichem Wachstumsdruck, andere kämpfen mit sinkenden Einnahmen oder einer Unterauslastung von bestehender Infrastruktur. Damit verschärfen sich die Unterschiede zwischen wachsenden und schrumpfenden Räumen. Österreich steht mit diesen Herausforderungen nicht allein da, denn die demografische Entwicklung trifft auch unsere Nachbarländer stark.
Bevölkerungsdichte
30.07.2026
Am höchsten ist die Dichte in Städten und regionalen Zentren. Gleichzeitig spielt auch die räumliche Verteilung der Bevölkerung und die jeweilige Bebauungs- und Siedlungsstruktur eine wesentliche Rolle. Neben den Landes- und Bezirkshauptstädten und deren Umland finden sich hohe Bevölkerungsdichten auch im Tiroler Inntal und im Rheintal sowie entlang der Hauptverkehrsachse zwischen Wiener Neustadt und Wien. Mit über zwei Millionen Einwohner:innen auf etwa 332,64 km² Dauersiedlungsraum weist Wien in Österreich die mit Abstand höchste Bevölkerungsdichte auf – dies entspricht 6.136 Einwohner:innen pro km² Dauersiedlungsraum.
Wohnungsbestand in Österreich wächst
24.07.2026
Der Wohnungsbestand in Österreich nimmt weiterhin zu, wobei sich insbesondere in den westlichen Bundesländern eine überdurchschnittliche Wachstumsdynamik abzeichnet. Gleichzeitig wird ein beachtlicher Teil der Wohnungen nicht als Hauptwohnsitz genutzt. In diesem Segment zeigt sich zudem eine dynamische Entwicklung mit ausgeprägten regionalen Disparitäten. Als wesentliche Einflussfaktoren hierfür können insbesondere touristische Nutzungsmuster sowie demografische Entwicklungen herangezogen werden. Ungeachtet eines vergleichsweise hohen Anteils an Einfamilienhäusern konzentriert sich die Wohnbevölkerung überwiegend auf Mehrparteienhäuser. Vor dem Hintergrund konjunktureller Rahmenbedingungen ist derzeit eine Abschwächung der Bautätigkeit zu beobachten, während verdichtete Bauformen an Bedeutung gewinnen. Parallel dazu setzt sich der Trend zu steigenden Wohnungsgrößen im Hauptwohnsitzsegment fort. Aktuellster Datenstand ist der 09.06.2026.
Energie aus Wind und Photovoltaik
24.07.2026
Erneuerbare Energien sind ein zentraler Pfeiler der österreichischen Klimapolitik.Ihr weiterer Ausbau erfordert zunehmend Freiflächen, wobei der Versiegelungsgrad gering bleibt. 2025 machten Freiflächen-PV- und Windkraftanlagen österreichweit 0,2% der Flächeninanspruchnahme aus, mit einem starken Zuwachs seit 2022. Insgesamt entfallen rund 85% der Flächeninanspruchnahme auf Niederösterreich, die Steiermark und das Burgenland. Für den weiteren Ausbau ist eine sorgfältige räumliche Abstimmung mit anderen Nutzungsansprüchen notwendig. Aktuellster Datenstand ist der 01.12.2025.
Erwerbspotenzial und Erwerbsstruktur als Schlüsselfaktoren regionaler Entwicklung
09.06.2026
Das Erwerbspotenzial und die Erwerbsstruktur sind zentrale Schlüsselfaktoren regionaler Entwicklung. Alterung, Geburtenrückgänge und Migration führen zu einem ungleich verteilten Erwerbspotenzial zwischen den Regionen, während sich Arbeitsplätze zunehmend in Stadtregionen konzentrieren. Geschlechtsspezifische Unterschiede prägen Erwerbsformen und Teilzeitquoten. Der Arbeitsmarkt steht damit unter einem doppelten Strukturwandel: demografische Veränderungen und sich wandelnde Erwerbsformen wirken gleichzeitig und verstärken bestehende räumliche Disparitäten.
Stand und Entwicklung der Haushalte
09.06.2026
Die Zahl der Haushalte in Österreich wächst weiter, wenn auch mit regional unterschiedlichen Dynamiken. Die Alterung der Bevölkerung ist ein bestimmender Faktor bei der Entwicklung der Zahl von Haushalten. Der Indikator „Haushalt nach Haushaltsgröße“ gibt Aufschluss über die Zahl der Haushalte und ihre Zusammensetzung nach Personenzahl. Er ist eine wichtige Kennzahl für Politik, Raumplanung und Wohnbau, da er unter anderem Rückschlüsse auf die Nachfrage nach Wohnraum und die Inanspruchnahme von Infrastruktur zulässt. Besonders bedeutsam ist, dass die Zahl der Haushalte in der Regel schneller steigt als die Bevölkerung – auch in Regionen, in denen die Einwohnerzahl stagniert oder sogar zurückgeht.
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